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Bulgarien
 
Ein paradiesisches Eckchen der Balkanhalbinsel südlich vom Unterlauf der Donau! Vier Jahreszeiten in den Tiefebenen und Gebirgen von Mösien, Thrakien und Mazedonien! Die europäische Tier- und Pflanzenwelt an einer Stelle! Boden, der bereits zu Beginn der menschlichen Zivilisation bearbeitet wurde! Eine Landschaft, die ganz spontan Dankbarkeit an den Schöpfer empfinden lässt! Bulgarien – ein gesegnetes Stück Erde zwischen dem Mittelmeer und den Steppen Russlands, zwischen den Alpen und Anatolien...

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Bulgarien liegt in Südosteuropa, genauer gesagt auf der Balkanhalbinsel und umfasst eine Fläche von knapp 111 000 km2. Im Norden grenzt es an Rumänien, seine Nachbarn im Westen sind Serbien mit Montenegro und Mazedonien und seine südlichen Griechenland und die Türkei. Im Osten bildet das Schwarze Meer eine natürliche Grenze. Bulgarien hat ca. 7,5 Mio. Einwohner. Die größte Stadt ist die im westlichen Teil des Landes gelegene Hauptstadt Sofia, gefolgt von Plovdiv, Varna und Burgas.

Bulgariens Klima ist gemäßigt kontinental. Dabei ist im Süden häufig der Einfluss des Mittelmeeres zu spüren, im Nordwesten der Mitteleuropas und im Nordosten wohl auch mal ein Windhauch aus den Weiten der russischen Steppen. Die durchschnittlichen Lufttemperaturen liegen im Winter um 0°C und im Sommer bei 23°C.

Ausgesprochen mannigfaltig ist die Oberfläche des Landes, da wechseln sich Mittel- und Hochgebirge, Hügelketten und Hochplateaus mit großen Ebenen, Tälern und Pässen ab, und an der Küste gehören Buchten und weitläufige Strände dazu. Von besonderer Schönheit sind das Rila- und das Piringebirge, das Balkangebirge und die Westrhodopen. Rila- und Piringebirge haben mit einer Höhe von über 2900 m alpinen Charakter, während das längste Gebirge das Balkangebirge ist, dem die ganze Halbinsel ihren Namen verdankt. Es teilt das Land in zwei fast gleich große Teile, nämlich Nord- und Südbulgarien. In den Rhodopen hat die Natur interessante Höhlen, Durchbrüche und Felspyramiden gebildet.

Flüsse gibt es zwar viele, doch die meisten sind ziemlich kurz und wasserarm. Die Küsten- und Gebirgsseen und die Sumpfgebiete sind zwar weniger zahlreich und auch nicht besonders groß, dafür sind einige von ihnen jedoch weltweit anerkannte Naturschutzgebiete. Zu Bulgariens größten Reichtümern gehören die über das ganze Land verteilten heilkräftigen Mineralquellen, davon über 600 natürlichen Ursprungs, deren Zusammensetzung sich mit der der bekanntesten Badeorte weltweit messen kann. Darüber hinaus gibt es hier auch noch Heilschlammbäder.

Besonders schön sind die 3 Nationalparks und die 10 Naturparks des Landes, in denen Vielfalt, Schönheit und Einmaligkeit seines Natur- und Kulturerbes gehütet werden, darunter das auf der UNESCO-Liste stehende Naturschutzgebiet Srebarna.

Dank der guten geographischen und klimatischen Voraussetzungen hat der bulgarische Boden bereits seit der klassischen Antike den Ruf eines fruchtbringenden Ackerlandes. Hier findet die Rebe vorzügliche Wachstumsbedingungen und Obst- und Gemüseanbau sind hier ebenfalls zu Hause. Die Pflanzenwelt ist vorwiegend europäisch, und auch die Tierwelt ist typisch für Europa. Über Bulgarien führen zwei der „Hauptstraßen“ der Zugvögel, nämlich Via Pontica (die Schwarzmeerküste entlang) und Via Aristoteles (das Strumatal entlang). In der Flora und Fauna sind zahlreiche Endemiten vertreten, also Pflanzen- und Tierarten mit eng begrenzter Ausbreitung.

Bulgarien wurde 681 gegründet und gehört demzufolge zu den ältesten Staaten Europas. Alten schriftlichen Zeugnissen nach sind die Thraker die älteste angestammte Bevölkerung im östlichen Teil des Balkans. Und so ist das historische Erbe des Landes eben mit der großartigen Kultur des antiken Thrakien eng verbunden. Während seiner 1300 Jahre alten Geschichte hat Bulgarien der byzantinischen und der osmanischen Fremdherrschaft standgehalten, hat so manchen folgenschweren Krieg überstanden, um dann 1945 aufgrund des Abkommens zwischen Stalin, Churchill und Roosevelt schließlich unter den Einfluss der Sowjetunion zu kommen. Seit dem 10. November 1989 ist Bulgarien nun unter dem Druck der einheimischen und der internationalen Ereignisse auf dem Weg zur demokratischen Entwicklung. Es ist ein Mehrparteienstaat und eine parlamentarische Republik mit Marktwirtschaft und Mitglied der NATO. Gemäß dem am 25. April 2005 unterzeichneten Beitrittsprotokoll soll Bulgarien ab 1. Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union werden.

 

 

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