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Bulgarien liegt in Südosteuropa,
genauer gesagt auf der Balkanhalbinsel und umfasst
eine Fläche von knapp 111 000 km2. Im
Norden grenzt es an Rumänien, seine Nachbarn im
Westen sind Serbien mit Montenegro und Mazedonien
und seine südlichen Griechenland und die Türkei. Im
Osten bildet das Schwarze Meer eine natürliche
Grenze. Bulgarien hat ca. 7,5 Mio. Einwohner. Die
größte Stadt ist die im westlichen Teil des Landes
gelegene Hauptstadt Sofia, gefolgt von Plovdiv,
Varna und Burgas.
Bulgariens Klima ist gemäßigt kontinental. Dabei ist
im Süden häufig der Einfluss des Mittelmeeres zu
spüren, im Nordwesten der Mitteleuropas und im
Nordosten wohl auch mal ein Windhauch aus den Weiten
der russischen Steppen. Die durchschnittlichen
Lufttemperaturen liegen im Winter um 0°C und im
Sommer bei 23°C.
Ausgesprochen mannigfaltig ist die Oberfläche des
Landes, da wechseln sich Mittel- und Hochgebirge,
Hügelketten und Hochplateaus mit großen Ebenen,
Tälern und Pässen ab, und an der Küste gehören
Buchten und weitläufige Strände dazu. Von besonderer
Schönheit sind das Rila- und das Piringebirge, das
Balkangebirge und die Westrhodopen. Rila- und
Piringebirge haben mit einer Höhe von über 2900 m
alpinen Charakter, während das längste Gebirge das
Balkangebirge ist, dem die ganze Halbinsel ihren
Namen verdankt. Es teilt das Land in zwei fast
gleich große Teile, nämlich Nord- und Südbulgarien.
In den Rhodopen hat die Natur interessante Höhlen,
Durchbrüche und Felspyramiden gebildet.
Flüsse gibt es zwar viele, doch die meisten sind
ziemlich kurz und wasserarm. Die Küsten- und
Gebirgsseen und die Sumpfgebiete sind zwar weniger
zahlreich und auch nicht besonders groß, dafür sind
einige von ihnen jedoch weltweit anerkannte
Naturschutzgebiete. Zu Bulgariens größten
Reichtümern gehören die über das ganze Land
verteilten heilkräftigen Mineralquellen, davon über
600 natürlichen Ursprungs, deren Zusammensetzung
sich mit der der bekanntesten Badeorte weltweit
messen kann. Darüber hinaus gibt es hier auch noch
Heilschlammbäder.
Besonders schön sind die 3 Nationalparks und die 10
Naturparks des Landes, in denen Vielfalt, Schönheit
und Einmaligkeit seines Natur- und Kulturerbes
gehütet werden, darunter das auf der UNESCO-Liste
stehende Naturschutzgebiet Srebarna.
Dank der guten geographischen und klimatischen
Voraussetzungen hat der bulgarische Boden bereits
seit der klassischen Antike den Ruf eines
fruchtbringenden Ackerlandes. Hier findet die Rebe
vorzügliche Wachstumsbedingungen und Obst- und
Gemüseanbau sind hier ebenfalls zu Hause. Die
Pflanzenwelt ist vorwiegend europäisch, und auch die
Tierwelt ist typisch für Europa. Über Bulgarien
führen zwei der „Hauptstraßen“ der Zugvögel, nämlich
Via Pontica (die Schwarzmeerküste entlang) und Via
Aristoteles (das Strumatal entlang). In der Flora
und Fauna sind zahlreiche Endemiten vertreten, also
Pflanzen- und Tierarten mit eng begrenzter
Ausbreitung.
Bulgarien wurde 681 gegründet und gehört demzufolge
zu den ältesten Staaten Europas. Alten schriftlichen
Zeugnissen nach sind die Thraker die älteste
angestammte Bevölkerung im östlichen Teil des
Balkans. Und so ist das historische Erbe des Landes
eben mit der großartigen Kultur des antiken Thrakien
eng verbunden. Während seiner 1300 Jahre alten
Geschichte hat Bulgarien der byzantinischen und der
osmanischen Fremdherrschaft standgehalten, hat so
manchen folgenschweren Krieg überstanden, um dann
1945 aufgrund des Abkommens zwischen Stalin,
Churchill und Roosevelt schließlich unter den
Einfluss der Sowjetunion zu kommen. Seit dem 10.
November 1989 ist Bulgarien nun unter dem Druck der
einheimischen und der internationalen Ereignisse auf
dem Weg zur demokratischen Entwicklung. Es ist ein
Mehrparteienstaat und eine parlamentarische Republik
mit Marktwirtschaft und Mitglied der NATO. Gemäß dem
am 25. April 2005 unterzeichneten Beitrittsprotokoll
soll Bulgarien ab 1. Januar 2007 Mitglied der
Europäischen Union werden.
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